Kleine Innungschronik

1905
1886 wird in Köln eine Klempner- und Installateur-Innung gegründet, die sich in zwei Organisationen aufspaltet. Der Gas- und Wasser-Installateur Peter Welter bringt die beiden Vereine 1905 zusammen zum „Verein Kölner Installateure", der bald zu einer überall anerkannten Interessenvertretung wird und durch die Einführung des Gasglühlichtes und die Kanalisierung der Stadt zu wirtschaftlicher Blüte gelangt.

 

1905-1934
Schwere Zeiten für die Kölner Handwerker: Inflation und rasante Geldentwertung machen Kalkulationen schwierig; viele Handwerker werden in den Ruin getrieben. Die Innung versorgt ihre Mitglieder mit Preislisten, die Hilfestellung bei den sich täglich ändernden Zahlen geben.

 

1934-1945
Die Nationalsozialisten führen die Pflichtinnung ein. Der „Kölner Verein der Installateure" geht in der Klempner-, Installateur- und Kupferschmiede-Innung auf, die später um das Heizungsbauer-Handwerk erweitert wird. Zur Vorbereitung des Krieges werden viele Handwerksbetriebe wegen „Lebensunfähigkeit“ stillgelegt und die Arbeitskräfte in die Rüstungsindustrie überführt. Die Materialversorgung ist für das SHK-Handwerk nicht mehr gewährleistet.

 

Nachkriegszeit
Die Installateure, Klempner, Heizungsbauer und Kupferschmiede versammeln sich in dem noch einigermaßen intakten Saal des Kölner Kolpinghauses, um nach demokratischen Regeln einen neuen Vorstand zu wählen. Die Aufbauarbeit der Innung beginnt – mit wahren Wundern der Improvisation.

 

1955
Die Innungsgeschäftsstelle zieht in ein eigenes Haus am Hildeboldplatz in Köln. Im Laufe der Jahre wachsen die Aufgaben- und Tätigkeitsbereiche der Innung wesentlich.

 

1972
Das Innungshaus in Köln-Zollstock wird gebaut. Es besteht aus der Innungsgeschäftsstelle und erstmals auch aus einer Lehrwerkstatt zur überbetrieblichen Ausbildung von Lehrlingen. 

 

1984
Von der Stadt wird zusätzlich ein Schulgebäude in Köln-Holweide gemietet. Der Kreis der Mitglieder vergrößert sich von Jahr zu Jahr - nicht zuletzt auch durch die Neuordnung der Gemeinden.

 

1990er
Die Zollstocker Räumlichkeiten wurde der seit 1980 auf 750 Personen angewachsenen Lehrlingszahl und dem auf technisch modernstem Stand geführten Unterricht nicht mehr gerecht. Das alte Innungshaus wurde 1996/1997 verkauft. In Köln-Kalk wurde ein erheblich größeres Ausbildungszentrum gebaut. Umfang und Ausstattung des Gebäudes ermöglichen die Durchführung der überbetrieblichen Unterweisung im SHK-Handwerk für die Kölner Lehrlinge, aber auch für die Auszubildenden der Nachbarinnung Oberbergischer Kreis. Im Frühjahr 1999 wird der Neubau fertig gestellt.  

 

Das neue Jahrtausend
Neben der überbetrieblichen Ausbildung führt die Innung in immer größerem Maße Fort- und Weiterbildungen für Gesellen und Meister durch. Als Kompetenzzentrum, zu dem sich die Innung im Laufe der Jahre entwickelt hat, stellt sie sich den Herausforderungen einer Zeit, in der das lebenslange Lernen zu jedem Beruf gehört.